Geschichte
Eine bewegte Geschichte seit mehr als 50 Jahren
Der rapide Wandel der Berufswelt nach 1945 und Strukturveränderungen der Wirtschaft in den 50er Jahren verlangten nach koordinierten beruflichen Aus- und Weiterbildungen für Arbeitnehmer/innen.
Arbeiterkammer und Gewerkschaftsbund ergriffen daher die Initiative und beschlossen die Gründung des Berufsförderungsinstitutes als Dachverband für die berufliche Bildungsarbeit aller Arbeitnehmer/innenorganisationen (21.12.1959).
Wenig später beschloss der Vorstand in Wien die Ausweitung der Tätigkeit auf alle Bundesländer.
![]() |
1961|62 Erstes Kursprogramm „Erweitere deinen Horizont“ mit Facharbeiterausbildungen für Bau- und Baunebengewerbe, Büropraxiskurse, Gastronomieausbildungen, REFA-Kurse, Elektronik und Regeltechnik. Bemerkenswert: „Einführung in das Lochkartenverfahren“ als Vorläufer der EDV-Ausbildungen. 24 Veranstaltungen mit 699 Teilnehmer/innen.
1962|63 Kursprogramm „Wissen plus Können = Kapital“ erstmals mit Kursen für Schweißen und technisches Zeichnen. Erste Bezirksstelle in Vöcklabruck.
1968|69 Für BFI-Sprachkurse steht erstmals ein Sprachlabor zur Verfügung. Die ehemalige Rosenbauer-Fabrik in der Raimundstraße wird die Basis für die Errichtung einer neuen Zentrale.
1970|71 Das BFI OÖ erhält das Öffentlichkeitsrecht, erstmalige Ausstellung staatlicher Zeugnisse.
1971|72 Starke regionale Ausweitung mit Standorten in Bad Ischl, Freistadt, Gmunden, Grieskirchen, Kirchdorf, Perg, Ried und Schärding.
1972|73 Insgesamt bereits 26 Abendschulen, davon schon 17 mit Öffentlichkeitsrecht.
1975|76 Das BFI OÖ erschließt mit den Sozialberufen ein neues Betätigungsfeld und mit dem Landesarbeitsamt werden Kurse für Wiedereinsteiger/innen und Umschulungen zu Altenhelfer/innen durchgeführt.
1977|78 Teilnehmer/innenstatistik dieses Kursjahres: 67% männliche und 33% weibliche Kursteilnehmer/innen, Firmenkurse mit VÖEST Alpine, CHEMIE Linz AG und ESG. Bruno Kreisky besucht das BFI in Linz am 3. Oktober 1977.
![]() |
1980|81 Ehrung des 100.000 Kursteilnehmers durch Fritz Freyschlag (damals AK OÖ-Vizepräsident). Festrede zum 20 Jahres-Jubiläum durch Unterrichtsminister Dr. Fred Sinowatz.
1981|82 Stark steigende Bedeutung der Fremdsprachen für die Berufsausbildung.In diesem Zusammenhang beginnt das BFI eine enge Kooperation mit der Johannes Kepler Universität in Linz.
1983|84 In diesem Kursjahr führt das BFI OÖ bereits 35 Schulungsmaßnahmen für arbeitslose Menschen durch. Thematischer Schwerpunkt: die steigende Jugendarbeitslosigkeit. Es werden neue Konzepte für die Lehrlingsausbildung entwickelt.
1985|86 Neue Zweigstellen in Eferding und Rohrbach werden in Betrieb genommen. Am 10. Oktober wird das neu errichtete Schulungsgebäude in der Raimundstraße offiziell eröffnet.
![]() |
1992|93 Mit dem Abschluss eines Reorganisationsprozesses kommt es zur Gründung des BFI|BBRZ als Unternehmensgruppe in Form einer Managementholding. Unter dem Motto „Wir sind ein Haus“ wird an traditionellen Gemeinsamkeiten festgehalten.
1993|94 Die Installierung des Arbeitnehmer/innen-Förderungsprogrammes in Kombination mit der Einführung des Bildungsschecks und der Möglichkeiten der AK-Leistungskarte bedeuten eine weitere positive Entwicklung.
1994|95 Projekte im Rahmen der Europäischen Integration („Challenge Europe“, „Employ“) bringen neue inhaltliche und strategische Impulse.
1995|96 Mit der Zertifizierung nach ÖNORM ISO 9001 kann das BFI ein weiteres wichtiges Ziel erreichen. Die BFI-Bezirksstellen werden in fünf Regionalstellen zusammengefasst - unter der Leitung hauptamtlicher Mitarbeiter/innen.
1996|97 In Braunau wird das ABZ (Ausbildungszentrum) eröffnet. Die Unternehmensgruppe präsentiert sich erstmals im Internet und ab 1997 ist das BFI-Kursprogramm auch über das Netz abrufbar.
![]() |
1999|2000 Einen wesentlichen Beitrag zu einem zeitgerechten Kundenservice leistet die Einrichtung eines Call Centers.
2000|2001 Mit der Jahrtausendwende erreicht das BFI OÖ die Traumgrenze von 30.000 Kursteilnehmer/innen alleine im Bereich der Erwachsenenbildung. Weitere 6.000 Personen nehmen berufsorientierende oder sozialintegrative Maßnahmen in Anspruch und rund 1.200 Jugendliche besuchen Kursmaßnahmen im neugeschaffenen Geschäftsfeld „Jugend & Job“.
2001|2002 Mit der Eröffnung der neuen Standorte in Linz am Bulgariplatz und in Wels fand die Entwicklung des BFI OÖ auch eine architektonische Entsprechung. Stark steigende Nachfrage und eine ebenso schnell größer werdende Zahl an Teilnehmer/innen erforderte nicht nur in den Ballungszentren (neuer Standort Steyr 2006), sondern im ganzen Bundesland einen raschen Ausbau der räumlichen Infrastruktur und eine intensive Regionalisierung des Angebots auf inzwischen 35 Standorte (2009). Oberösterreichweit verzeichnet das BFI OÖ über 40.000 Teilnehmer/innen.
Mit der Einführung der ECDL-Lehrgänge kann ein bedeutender Impuls auf dem Gebiet der EDV-Ausbildungen gesetzt werden. Gründung der ersten BFI-Produktionsschule Oberösterreichs in Steyr. Inzwischen führt das BFI OÖ neben Steyr auch in Mattighofen, Wels und Ried eine Produktionsschule, ein Standort in Leonding ist in Planung.
![]() |
2004 Seit diesem Jahr ist das BFI OÖ Mitglied im „Europäischen Verband Beruflicher Bildungsträger (EVBB) “, einem Netzwerk und Dachverband freier und gemeinnütziger Bildungsträger, dessen Ziel die qualitative Verbesserung der beruflichen Bildung sowie die Intensivierung der europäischen Bildungsarbeit ist. Seit 2009 ist das BFI OÖ in Person von Dir. Othmar Friedl auch im Präsidium dieses Netzwerkes vertreten.
2005 Das ABZ Braunau feiert das Jubiläum seines zehnjährigen Bestandes.
2008 Bündelung der Angebote des BFI OÖ im Bereich Gesundheit und Soziales, Errichtung einer „Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe“, Auflage eines eigenen Kursbuches.
2009 BFI-Teilnahme an Linz09 – Kulturhauptstadt Europas, das Projekt „Kulturlotsinnen“ sorgt für Furore, Verleihung des Österreichischen Staatspreises für Erwachsenenbildung 2009 in der Kategorie „Innovation“.
2009|2010 Die Kooperation mit der Hamburger Fernhochschule hat sich äußerst gut bewährt. Im September feiern BFI OÖ und die HFH ihre zehnjährige Zusammenarbeit. Die überaus gute Nachfrage bei den Studiengängen führt zu einer inhaltlichen und regionalen Ausweitung. Im Frühjahr 2010 wird das Angebot um die Studienzentren Graz und Innsbruck erweitert.
In einem Jahrzehnt Verdoppelung der Kursteilnehmer/innen auf rund 60.000 im Jahr 2009.


















