Fachkraft 2.0

Förderung von Aus- und Weiterbildungskosten für männliche Arbeitnehmer unter 45 Jahren

Die Förderung Fachkraft 2.0 wurde verlängert (Ausbildungsende bis 31.12.2017). Diese Förderung von Aus- und Weiterbildungskosten im Rahmen der Wachstumsstrategie des Landes OÖ ist gültig für männliche Arbeitnehmer unter 45 Jahren (in Ergänzung zur bestehenden „Qualifizierungsförderung für Beschäftigte“ des AMS OÖ).

Finger der auf Seite zeigt - Foto iStock
Hand die Zahlen schreibt - Foto iStock
Schreibende Hand - Foto iStock

Diese Förderung können alle Arbeitgeber/innen mit Sitz oder Betriebsstätte in Oberösterreich erhalten.

Ausgenommen sind juristische Personen öffentlichen Rechts, politische Parteien, der Bund, die Länder, die Gemeinden und Gemeindeverbände, radikale Vereine sowie Unternehmen in Schwierigkeiten.

Förderbar sind männliche Arbeitnehmer unter 45 Jahren (Stichtag Kursbeginn) mit Hauptwohnsitz in Oberösterreich, die eine Lehrausbildung oder mittlere Schule positiv abgeschlossen haben und die während der gesamten Schulungsdauer vom Beihilfenwerber in einem vollversicherungspflichtigen Dienstverhältnis beschäftigt sind.

Nicht förderbar sind Dienstnehmer in definitiv gestellten Dienstverhältnissen, geringfügig Beschäftigte, auf Basis eines Werkvertrages Beschäftigte und sogenannte "freie" Dienstnehmer, Lehrlinge, selbständig Erwerbstätige (mit oder ohne Gewerbeschein), Geschäftsführer und Vorstandsmitglieder in Kapitalgesellschaften, sowie in Betrieben mit anderer Rechtsform jene leitenden Angestellten, denen ein dauernd maßgeblicher Einfluss auf die Führung des Unternehmens zukommt und für die deshalb keine Arbeiterkammerumlage zu entrichten ist.

Gefördert werden betrieblich und überbetrieblich verwertbare Ausbildungen, die in einer Weiterbildungseinrichtung, welche über das Qualitätssiegel für Erwachsenenbildung in OÖ oder die Ö-Cert Zertifizierung verfügen, absolviert werden.

Förderbar sind Kurs- und Prüfungskosten, nicht aber Fahrt- und Nächtigungskosten.

Nicht förderbar ist die Teilnahme an:

  • reinen Produktschulungen
  • nicht arbeitsmarktorientierten Kursen
  • ordentlichen Studien oder Lehrgängen an Universitäten einschließlich Privatuniversitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen oder von in Zusammenarbeit mit diesen durchgeführten Studien oder Lehrgängen und sonstigen Aus- und Weiterbildungen
  • Meetings, Tagungen, Konferenzen, Kongresse und Symposien mit reinem Informationscharakter
  • Kursen mit Sport- und Freizeitcharakter.

Firmeninterne Trainings sind dann förderbar, wenn das Training von einem externen Weiterbildungsanbieter durchgeführt wird und das vermittelte Wissen nicht nur rein im eigenen Betrieb verwertbar ist.

Die Förderhöhe beträgt max. 50% der externen Ausbildungskosten bzw. max. 5.000 Euro pro Person.

Die Aus- und Weiterbildungskosten werden zur Gänze vom Betrieb übernommen und dürfen nicht vom Schulungsteilnehmer oder einem Dritten ersetzt oder zurückgefordert werden.

Anträge sind grundsätzlich vor Kursbeginn beim Amt der Oö. Landesregierung, Abteilung Wirtschaft, Bahnhofplatz 1, 4021 Linz einzureichen.

Wird ein Antrag nach Kursbeginn eingereicht, kann dieser noch anerkannt werden, sofern der Kurs noch nicht absolviert wurde. Spätestens 2 Monate nach Kursende sind die Teilnahmebestätigung sowie die Rechnung incl. Beleg über die eingezahlte Kursgebühr nachzureichen. (Bei firmeninternen Trainings ist eine vollständige Teilnahmeliste - ausgefüllt vom Weiterbildungsinstitut - beizulegen.)

Die Entscheidung über den Antrag erfolgt nach Prüfung aller Unterlagen und ausschließlich durch eine schriftliche Mitteilung des Landes Oö. Auf Förderung nach diesem Förderprogramm besteht kein Rechtsanspruch.

Insbesondere behält sich das Land Oö. auch vor, Anträge abzulehnen, wenn die zur Verfügung stehenden Beihilfenmittel vorzeitig erschöpft sein sollten.

  • Die Bildungsmaßnahme ist im Zeitraum bis 31.12.2017 zu absolvieren.
  • Die Anzahl der Teilnehmer ist auf max. 12 Mitarbeiter pro Unternehmen beschränkt.
  • Es sind zuerst Förderungen im Rahmen der in Frage kommenden Förderungsaktion(en) des Bundes zu beantragen (AMS).
  • Die im Antrag bekannt gegebenen Daten werden für Verwaltungszwecke EDV-mäßig gespeichert.
  • Im Falle einer Beihilfengewährung auf Grund vorsätzlich oder grob fahrlässig gemachter unwahrer Angaben oder Verschweigen maßgeblicher Tatsachen sind nicht nur die Beihilfenbeträge zurückzuzahlen, sondern es ist auch mit strafrechtlichen Konsequenzen zu rechnen.

Weitere Informationen zu dieser Förderung gibt´s hier.