Qualifizierungsförderung für Beschäftigte

Beschäftigung sichern, Weiterbildung erleichtern

Das Arbeitsmarktservice fördert mit dieser Beihilfe die Kosten für Weiterbildungen von gering qualifizierten und älteren Arbeitnehmer/innen, um diese stärker in betriebliche Weiterbildungsaktivitäten einzubeziehen. Damit sollen die Beschäftigungsfähigkeit und Arbeitsplatzsicherheit, sowie Berufslaufbahn und Einkommenssituation dieser Personengruppe verbessert werden.

Finger der auf Seite zeigt - Foto iStock
Hand die Zahlen schreibt - Foto iStock
Schreibende Hand - Foto iStock

Die Qualifizierungen müssen bis 31.12.2018 beginnen und bis spätestens 31.12.2019 beendet sein.

Männer und Frauen mit höchstens Pflichtschulabschluss (ohne Lehrabschluss), wenn der Kurs zu mindestens einem der folgenden arbeitsmarktpolitischen Ziele beiträgt:

  • höherwertige Tätigkeit am selben Arbeitsplatz
  • Wechsel auf einen höherwertigen Arbeitsplatz
  • Verbesserung von Basiskompetenzen (z.B. Sprachkenntnisse, Computerkenntnisse)
  • Abschluss einer zertifizierten Ausbildung
  • fachliche Spezialisierung
  • Sicherung der Beschäftigung für die Dauer von mindestens 6 Monaten

Frauen unter 45 Jahre, die höchstens eine Lehrausbildung oder eine berufsbildende mittlere Schule abgeschlossen haben, wenn der Kurs zu mindestens einem der folgenden arbeitsmarktpolitischen Ziele beiträgt:

  • höhere Entlohnung (höhere kollektiv-vertragliche Verwendungsgruppe oder Erhöhung um mindestens 10%)
  • Wechsel auf einen höherwertigen Arbeitsplatz
  • Erleichterung des Wiedereinstiegs nach einer familiär bedingten Berufsunterbrechung

Männer und Frauen ab 45 Jahre, wenn der Kurs zu mindestens einem der folgenden arbeitsmarktpolitischen Ziele beiträgt:

  • Übernahme altersgerechter Tätigkeiten am selben Arbeitsplatz
  • Wechsel auf altersgerechten/weniger belastenden Arbeitsplatz
  • Anpassung an den aktuellen Stand der Technik/des Wissens
  • fachliche Spezialisierung

Die Arbeitnehmer/innen müssen sich in einem vollversicherungspflichtigen oder karenzierten Arbeitsverhältnis befinden. Förderbar sind auch freie Dienstnehmer/innen.

  • geringfügig Beschäftigte
  • Unternehmenseigentümer/innen
  • Mitglieder der zur Geschäftsführung berufenen Organe
  • Arbeitnehmer/innen in einem unkündbaren Arbeitsverhältnis (Beamt/innen oder Arbeitnehmer/innen in definitiv gestellten Arbeitsverhältnissen)
  • Lehrlinge
  • überlassene Arbeiter/innen von gewerblichen Arbeitskräfteüberlassern, für die der Sozial- und Weiterbildungsfonds gemäß Arbeitskräfteüberlassungsgesetz eine Förderung der Weiterbildung vorsieht


Gefördert werden kann die Teilnahme an arbeitsmarktbezogenen, überbetrieblich verwertbaren Kursen mit einer Dauer von mindestens 24 Stunden inkl. Pausen (= Nettoschulungsdauer mindestens 20 Stunden).

Die Auswahl des Kurses erfolgt durch das Unternehmen in Absprache mit den Arbeitnehmer/innen. Die Beihilfe kann nur gewährt werden, wenn das vollständig ausgefüllte Begehren spätestens eine Woche vor Kursbeginn beim AMS OÖ eingelangt ist.

  1. Ordentlichen Studien oder Lehrgängen an Universitäten einschließlich Privatuniversitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen oder von in Zusammenarbeit mit diesen durchgeführten Studien oder Lehrgängen und sonstigen Aus- und Weiterbildungen
  2. Meetings, Tagungen, Konferenzen, Kongresse und Symposien mit reinem Informationscharakter
  3. reinen Produktschulungen
  4. nicht arbeitsmarktorientierten Kursen
  5. Kursen, die reine Anlernqualifikationen für einfache Tätigkeiten vermitteln
  6. Standardausbildungsprogrammen im Sinne einer für die Mitarbeiter/innen des unternehmensverbindlichen Grundausbildung
  7. Kursen von betriebsspezifischen Schulungseinrichtungen
  8. Kursen, die im Ausland stattfinden, wenn eine Vor-Ort-Prüfung nicht gewährleistet werden kann
  9. Individualcoachings
  10. Kursen mit Sport- und Freizeitcharakter, sofern diese nicht in direktem Zusammenhang mit der Ausübung einer entsprechenden beruflichen Tätigkeit im Unternehmen stehen.


Die Höhe der Förderung beträgt:

  1. 50% der Kurskosten
  2. 50% der anerkennbaren Personalkosten nach der 32. Maßnahmenstunde im Rahmen eines Begehrens, bezogen auf eine förderbare Person. Es wird nur für jene Kursstunden Personalkostenersatz anerkannt, die vom Arbeitgeber als Arbeitszeit bezahlt werden.

Die Förderung darf pro Person und Begehren € 10.000,- nicht übersteigen.

Änderungen der Förderbedingungen können auch kurzfristig eintreten. Bitte informieren Sie sich unmittelbar vor Begehrensstellung bei einer der unten angeführten Adressen.

Verwenden Sie ausschließlich das im Internet aktuell gültige Antragsformular („Begehren“) oder nutzen Sie die Möglichkeit der elektronischen Beantragung („e-AMS-Konto“). Die Förderabwicklung erfolgt in der Landesgeschäftsstelle des AMS OÖ.

Detaillierte Informationen dazu finden Sie auch hier.

AMS Landesgeschäftsstelle

0732 / 6963-0

ams.oberoesterreich@ams.at

Persönlich: bei einem/r Berater/in der regionalen Geschäftsstelle des AMS.