Technologieausbildungszentrum mit Herz

Foto Fabian Weiss

Das Metallausbildungszentrum des BFI OÖ in Wels/Gunskirchen ist eine technologische Ausbildungsstätte mit dem Herz am richtigen Fleck. Seit 2008 werden dort Erwachsene im Metallbereich ausgebildet und aufs Berufsleben vorbereitet.

Im Technologieausbildungszentrum Wels/Gunskirchen können im Zuge einer Facharbeiter/-innen-Kurzausbildung die Lehrberufe Metallbearbeiter/-in, Maschinenbautechniker/-in, Zerspanungstechniker/-in, Fahrzeugbautechniker/-in, Schweißtechniker/-in, Stahlbautechniker/-in und Metall- und Blechtechniker/-in erlernt werden. Ein 12-köpfiges Spezialist/-innen-Team arbeitet täglich mit bis zu 72 Teilnehmer/-innen an ihrer fachlichen Ausbildung. Zugewiesen werden die Kursteilnehmer/-innen von den umliegenden AMS. Je nach Ausbildung dauert sie 18 bis 21 Monate und bereitet auf die Lehrabschlussprüfung vor. Ergänzt werden die berufsspezifischen Inhalte durch Unterstützungsangebote in den Bereichen Deutsch, Englisch, Fachmathematik, Bewerbungstraining, Job- und/oder Praktikumssuche, EDV-Unterricht sowie jede Menge Motivationsarbeit.

Vielfältig lernen

Wilhelm Hinterberger, Leiter des Technologieausbildungszentrums Wels/Gunskirchen erklärt: „Wir arbeiten mit Teilnehmer-/innen aus verschiedenen Herkunftsstaaten mit variablen Ausbildungslevels von Deutsch Niveau A2 bis zum/zur HTL-Abbrecher/-in. Diese Heterogenität ist herausfordernd, denn wir wollen für alle die beste Ausbildung. Genau das beflügelt uns und hat aus diesem vom Land OÖ und dem AMS finanzierten Projekt das gemacht, was es heute ist: Eine technologische Ausbildungsstätte mit dem Herz am richtigen Fleck.“ Die digitale Lernplattform „digiMET“ unterstützt die Trainer/-innen bei der individuellen Unterrichtsgestaltung. Sie bietet einerseits die Möglichkeit, die Lerninhalte nachzuverfolgen und die Trainer/-innen können parallel auf unterschiedlichen Niveaus unterrichten.

Umfassende Ausbildungsroute

Zu Beginn der Ausbildung steht ein einwöchiges Auswahlmodul, bei dem die vorhandenen Fähigkeiten und der Bildungsstand festgestellt werden. Ein Sozialcoach klärt in dieser Phase auch das soziale Umfeld ab. Ist für die/den Teilnehmer/-in und das Ausbildungsteam klar, dass der Kandidat/-in für eine technische Ausbildung fit ist, startet ein 18-wöchiges Grundlagenmodul. In Modul „Metallgrundlagen“ lernen die Teilnehmer/-innen den Umgang mit einfachen Handwerkszeugen. Mit konventionellen Dreh- und Fräsmaschinen beschäftigen sie sich im Modul „Drehen/Fräsen“ und in den Modulen „CNC 1 und/oder Schweißen“ dreht sich alles um Präzisionsmaschinen zur automatischen Herstellung von präzisen Werkstücken auch in komplexen Formen bzw. um Metallverbindungstechniken. Regelmäßige Wissensüberprüfungen ermöglichen dem Ausbildungsteam und den Teilnehmer/-innen, den Wissenstand laufend im Auge zu behalten. Im letzten Drittel der Ausbildung absolvieren die Teilnehmer/-innen ein 6-wöchiges Praktikum, in den meisten Fällen bereits bei ihren zukünftigen Arbeitgebern. Denn die Erfolgsquote des Technologieausbildungszentrums bei der Lehrabschlussprüfung liegt bei ca. 97 % und die Vermittlungsquote am ersten Arbeitsmarkt bei 65 %. Das kann sich sehen lassen.

Technologieausbildung intensiv

Für die Zukunft ist die Ausweitung des Ausbildungsprogramms geplant. Vor allem in den Bereichen Elektrotechnik, Produktionstechnik und KFZ-Technik. Verstärkt setzt man auf eine intensive technologische Ausbildung, die sich nicht nur auf digitales Lernen beschränkt, sondern neue Technologien wie Robotik, Laserbearbeitung, 3D-Druck oder den bereits jetzt möglichen Drohnenführerschein umfasst. Teilzeitformen und flankierende Kinderbetreuungsmöglichkeiten sollen vor allem mehr Frauen für die Ausbildungen begeistern.

Alle Informationen rund ums Metallausbildungszentrum Wels/Gunskirchen sind über den QR-Code oder über www.bfi-ooe.at/metgunskirchen abrufbar. Eine kleine Wanderausstellung, die aktuell im AMS Wels gastiert, bieten ebenfalls einen ersten Einblick ins Metallausbildungszentrum.

(Foto: Fabian Weiss)

Foto (Mayr Peter Christian/cityfoto): v.l.n.r. Mag. Franz Kiesl, MPM (Ressortdirektor OÖGKK), KommR Laurenz Pöttinger (1. Obmann-Stellvertreter OÖGKK), Mag.a Judith Müller Essilfie (Abteilungsleitung Sozialpädagogik und Personalentwicklung FAB Sozialbetriebe), Mag. Günther Dachs (Geschäftsfeldleitung FAB Sozialbetriebe), Mag.a Dr.in Andrea Wesenauer (Direktorin OÖGKK), Albert Maringer (Obmann OÖGKK), Mag. Dr. Klaus Ropin (Leiter Fonds Gesundes Österreich)

Anfang Februar zeichnete die OÖ Gebietskrankenkasse (OÖGKK) FAB Sozialbetriebe zum dritten Mal mit dem Gütesiegel für betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) aus.

Bundesministerin Beate Hartinger-Klein gratulierte persönlich.

Im Rahmen eines Festaktes in Linz erhielten heuer insgesamt 70 Betriebe das begehrte BGF-Gütesiegel darunter wieder viele bekannte Marken wie z.B. Hofer KG, MAN Truck & Bus Österreich GesmbH, Internorm International GmbH, AMAG Austria Metall AG aber auch das Arbeitsmarktservice OÖ und das Stadtamt Braunau am Inn. Somit tragen nun 253 Betriebe aus Oberösterreich das BGF-Gütesiegel.

Geschäftsfeldleiter der FAB Sozialbetriebe Mag. Günther Dachs freut sich über die neuerliche Auszeichnung:„Arbeit kostet uns Kraft und Nerven und ist speziell im Sozialbereich oft belastend. Wenn die KollegInnen aber spüren, dass wir wertschätzend miteinander umgehen und uns ihre Gesundheit nicht egal ist, dann gibt Arbeit auch Energie, Freude und ist für viele sinnstiftend. Davon profitieren wir alle.“

Die Beurteilung des Fachgremiums zum Gütesiegel-Antrag von FAB Sozialbetriebe lautet denn auch: „ (…) Positiv hervorzuheben ist, dass Gesundheitsförderung bereits integrativer Bestandteil im Unternehmen ist. Die unterschiedlichen Phasen werden hervorragend bearbeitet. Die MitarbeiterInnen haben viele Möglichkeiten, sich in den Prozess einzubringen und werden auch laufend darüber informiert. Die Aktivitäten in allen drei Bereichen sind sehr umfangreich, besonders im Bereich "Gesundes Führen".“